Warum ich Reformer Pilates so gar nicht mag
Reformer Pilates verspricht Flexibilität und Kraft, doch für mich ist es eine Qual. Hier sind die Gründe, warum ich diesen Trend nicht ausstehen kann.
Die Ästhetik des Reformer Pilates
Du hast bestimmt schon von Reformer Pilates gehört – das Training, das aussieht, als würde man sich in einem futuristischen Möbelstück abmühen. Ich gebe zu, es sieht stylisch aus. Die bunten Rollen, die schwebenden Bänder und diese fancy Maschinen, die man erstmal begreifen muss. Aber mal ehrlich, du bist nicht hier, um ein Möbelstück zu bewundern.
In meinen ersten Stunden fühlte ich mich mehr wie eine unfreiwillige Statistin in einem Kunstfilm als in einem Fitnesskurs. Man soll dann auch noch die perfekte Haltung einnehmen, während man versucht, nicht in die benachbarte Matratze zu kippen. Du magst denken, dass das eine Herausforderung ist, aber ich finde, das macht das Ganze eher frustrierend als motivierend.
Schmerz statt Spaß
Kommen wir zum Wesentlichen: dem Training selbst. Es heißt, Reformer Pilates sei sanft und schonend. Ich würde sagen, das ist eine nette Umschreibung für "dein Körper wird herausgefordert, ohne dass du es wirklich willst". Die Übungen bauen zwar Muskeln auf, aber ich habe mich am Ende jeder Stunde eher wie ein nasser Lappen gefühlt – erschöpft und schmerzhaft.
Du merkst, ich bin kein Fan von Muskelkater, und im Reformer Pilates ist das fast unvermeidlich. Ich habe immer gehofft, dass es eine Art magische Technik gibt, die den Schmerz mit Spaß kombiniert. Spoiler: gibt’s nicht.
Ich hab oft das Gefühl, die Leute, die begeistert von Reformer Pilates sind, haben diese mysteriöse Fitness-Genetik, die mir einfach fehlt. Während sie alle mit einem Lächeln aus dem Studio kommen, schleiche ich wie ein gefallener Krieger zur Tür. Wäre ich ein Superheld, wäre mein gefährlichster Feind das Reformer Pilates.
Die Atmosphäre
Die Stimmung in vielen Reformer Pilates Studios ist oft eine Mischung aus Zen und Konkurrenzkampf. Du hast die chillige Musik im Hintergrund, die dich dazu bringen soll, dich zu entspannen, aber zugleich sind da diese superfitten Menschen, die in perfekter Synchronität arbeiten.
Das verleitet dich dazu, dich ständig zu vergleichen – und das ist der letzte Ort, an dem ich eigentlich einen Wettbewerb führen will. Ich mein, ich will nicht nach jeder Wiederholung auf die anderen schauen und dabei denken: "Warum kann ich nicht so elegant aussehen, wenn ich versuche, nicht umzukippen?"
Ehrlich gesagt, würde ich lieber mit einer Gruppe von Freunden in einem Studio abhängen, wo wir gemeinsam lachen können, anstatt als Einzelkämpfer gegen ein überteuertes Sportgerät anzutreten.
Fazit oder nicht?
Jetzt fragst du dich vielleicht, warum ich trotzdem darüber schreibe, wenn ich so wenig Enthusiasmus zeige. Das ist ganz einfach: Reformer Pilates hat einen Hype, und ich finde es wichtig, auch die andere Seite zu beleuchten. Jeder hat seine Vorlieben, und viele schwören darauf. Ich jedoch? Ich bleibe lieber bei einem Sport, bei dem ich nicht das Gefühl habe, einen Krieg gegen meine eigene Ungeschicklichkeit zu führen.
Wie steht es mit dir? Vielleicht findest du Reformer Pilates klasse. Aber ich persönlich ziehe es vor, meine Zeit mit etwas zu verbringen, das mir tatsächlich Spaß macht.
Wenn du dich also fragst, was ich als Alternative sehen würde – das wäre eine ganz andere Geschichte. So lange der Pilatus-Maschinenkrieger am Horizont auftaucht, bleibt mir nichts anderes übrig, als den Kopf in den Sand zu stecken.
Ich frage mich, ob ich eines Tages vielleicht doch einen weiteren Versuch wagen werde. Aber bis dahin interessiert mich eher, ob ich die nächste Yoga-Stunde schaffe, ohne über das letzte Abendessen nachzudenken.